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8 fatale Fehler, die in einer Massagepraxis NIE passieren dürfen!

8 fatale Fehler, die in einer Massagepraxis NIE passieren dürfen!

Fehler passieren überall. Man lernt auch sehr viel durch die gemachten Fehler. Doch für die betroffenen Personen ist es oftmals nicht sehr angenehm, wenn Fehler auf ihrem Rücken geschehen. Es wird auch von einem Profi erwartet, dass er möglichst wenig und noch besser, wenn er überhaupt keine Fehler macht.

Damit Sie sich präventiv vor solchen Fehler schützen können, habe ich die 8 fatalsten Fehler für sie zusammengefasst. Diese Missgeschicke dürfen einem professionellen Masseur/In nie passieren!

 

#1 Zu wenig Zeit

Die Zeit ist ein sehr wichtiger Faktor bei einer Massage. Denn die Entspannung tritt erst nach einer Weile ein. Der Körper, die Sinne und der Geist müssen sich erst an die Umgebung, den Geruch und alles Neue gewöhnen. Dazu kommt noch, dass Verspannungen und Muskelverhärtungen nicht nach einem Wisch sofort aufgeben und verschwinden. Gerne sind diese hartnäckig und lassen erst nach einer Weile intensivster Bearbeitung nach. Und genau das soll ja das Ziel einer jeden klassischen Massage sein.

Aus diesem Grund sind 60 Minuten auch keinesfalls übertrieben. Natürlich braucht es oft mehrere Sitzungen, bis man die Verspannungen gelöst hat. Bedenken Sie jedoch:  Wenn eine Massagesitzung nur 30 Minuten dauern würde, bräuchte man, um ans Ziel zu gelangen, noch mehr Sitzungen.

 

#2 Keine Erstanamnese durchgeführt

Jeder Masseur/In muss genau wissen, wo Ihr Problem liegt. Genau dafür ist eine Erstanamnese da: um den Status quo zu bestimmen und das nötige Therapiekonzept zu erstellen. Dazu kommen noch weitere Informationen, wie z.B. welche Medikamente eingenommen werden, welche  Therapien schon ausprobiert wurden und ob mögliche Kontraindikationen vorliegen usw.

Wenn diese Fragen geklärt wurden, sollte der Patient/In untersucht werden. Z.B. ob die Bandscheiben ein Problem sind, wie die Beschaffenheit der Muskulatur, des Bindegewebes und der Haut ist. Ob Narben im zu therapierenden Bereich anzutreffen sind und weitere themenrelevante Informationen.

 

#3 Keine vorgewärmte Liege

Stellen Sie sich vor, Sie möchten eine entspannende Massage geniessen. Sie ziehen sich bis auf die Unterwäsche aus und liegen dann auf einer eiskalten Liege. Zack –  weg ist die Entspannung. Vor lauter Schreck und Kälte ziehen sich alle Muskeln direkt noch mehr zusammen. Da hilft auch das Badetuch nichts, welches sich zwischen Ihnen und der Liege befindet.

Genau deshalb sollte ein Masseur/In die Liege vorwärmen. Dies kann auf verschiedene Arten erfolgen. Ein angenehm wohlig warmes Gefühl macht sich so breit und die Massage kann sofort beginnen.

Im Sommer kommt es natürlich immer auf das Wetter an. Bei heissen Temperaturen kann man darauf verzichten. Aber sonst ist das ein „Must-have“ und Sie sollten darauf achten, dass Ihr Masseur/In das für Sie vorbereitet.

Genau das Gleiche gilt beim Hände aufwärmen vor der Massage. Denn mit kalten Händen einen Massage zu beginnen, ist genauso fatal. Wenn man als Masseur/In einfach vor der Massage seine Handflächen aneinander reibt, werden diese durch die Reibung schnell warm.

 

#4 Schlechtes Massageöl/-creme

An jeder Ecke kann man in der heutigen Zeit Massageöle und –cremes kaufen. Sehr oft bekommt man diese Produkte zu absoluten Schnäppchenpreisen. Da schaltet der Verstand schnell ab und der Blick auf die Inhaltsstoffe wird gerne vernachlässigt. Man will ja einem geschenkten Gaul nicht ins Maul schauen.

Doch da fängt das Trauerspiel an. Denn bei solch einem Produkt, wie Massageöl/-creme, muss sehr auf die Qualität geachtet werden. Und diese hat nun mal ihren Preis.

Die ätherischen Öle sind oftmals sehr schwierig zu gewinnen und deshalb ist der Preis auch so hoch. Gerne wird dann sehr minderwertiges Öl genommen oder es wird z.B. mit Paraffinöl stark gestreckt. Paraffin ist nichts anderes als Erdöl und das wollen wir ja nicht wirklich auf der Haut oder in unserm Körper haben.

Perfekt ist es, wenn Ihr Therapeut/In eine Massagecreme OHNE Paraffin benutzt. Das findet man selten, jedoch gibt es solche Marken. Ich bin ein riesen Fan von Goloy 33 und nutze ausschliesslich dieses Produkt, da es kein Paraffin enthält. Klar, dieses Produkt kostet dementsprechend auch mindestens dreimal so viel wie eine normale Massagecreme, jedoch sollte der Patient/In das auf jeden Fall wert sein!

Zusätzlich gibt es praktisch keine allergischen Reaktionen, wenn man so ein hochwertiges Produkt verwendet und genau das ist ein sehr wichtiger Punkt!

 

#5 Ungemütliches Ambiente

Eine Massagepraxis muss gemütlich, einladend, professionell, warm, angenehm riechend und hygienisch sein. Auch der Therapeut/In muss sauber, gepflegt, professionell gekleidet, kurze gepflegte Fingernägel haben und eine sympathische und professionelle Ausstrahlung und Art besitzen.

Auch muss der Therapeut/In darauf achten, dass der Massageraum jederzeit warm ist, indem er ihn einfach vorwärmt. Auch nach einer Massagebehandlung fühlt es sich viel besser an, wenn eine Wärmelampe den Rücken angenehm warmhält.

Damit nach einer Massage auch alles fliessen kann, sollte immer etwas getrunken werden. Der Therapeut/In sollte Ihnen deshalb auch immer etwas anbieten.

Es kann durchaus vorkommen, dass ein Patient direkt ohne grosse Pause nach dem anderen massiert wird. Auch im Winter muss zwischen den Patienten gelüftet werden. Ein hochwertiges Duftspray kann zusätzlich noch ein wohlriechendes Ambiente verursachen.

Im Winter kann mit einem Elektroheizofen wunderbar die kalte, frische Luft wohlig temperiert werden, sodass die Massagepraxis wieder ein wohltemperierter Ort ist, wo man sich gerne massieren lässt.

 

#6 Falsche Liegeposition

Bei einer Massage ist es essentiell, dass Sie sich wohl fühlen und in einer bequemen Position sind. Wenn das Blut an einer Stelle gestaut wird, oder Sie sich sonst in einer ungünstigen Lage befinden, ist es sehr schlecht für die Massage.

Deshalb achten Sie darauf, dass der Masseur eine hochwertige Liege hat, die man individuell einstellen kann. Zusätzlich soll sie noch Rollen etc. haben, um Ihnen eine ideale und auf Sie zugeschnittene Liegeposition ermöglichen zu können, sodass Sie bequem liegen und die Massage geniessen können.

 

#7 Keine Streichungen am Schluss

Während einer Massage wird viel Energie freigesetzt. Auch arbeitet man oftmals in Kopfnähe oder Richtung Kopf. Dadurch kann sich die freigesetzte Energie im Kopf stauen und dies führt nicht selten zu Kopfschmerzen.

Das verhindert man ganz einfach, indem man am Schluss einer jeden Massage, Streichungen vom Kopf, Richtung Gesäss ausübt. Somit wird die Energie wieder im Körper verteilt und der Patient/In muss danach nicht an Kopfschmerzen leiden.

 

#8 Nur einmal in die Massage gehen

„Oh, eine Massage würde mir jetzt sehr gut tun.“ Ein Satz, den man öfters zu hören bekommt. Gesagt, getan. Viele melden sich dann zur Massage an. Ein einziger Termin. Danach fehlt oftmals die Zeit, finanziell läuft es gerade nicht so gut oder eine andere Ausrede wird benutzt.

Doch das ist nur ein Tropfen auf dem heissen Stein. Denn die Verspannungen tauchen nicht über Nacht auf. Wir merken es einfach erst, wenn es schon sehr fortgeschritten ist. Erst wenn es uns einschränkt, Schmerzen auftreten, uns diese im Alltag stören, dann handeln wir. Doch mit nur einer einzigen Massage löst man das Problem nicht. Es braucht mehrere Termine, um Verspannungen wieder zu lösen, und die sollten engmaschig gewählt werden. Das kann z.B. 2-mal die Woche oder wöchentlich sein. Sobald es wirklich besser wird, kann man dann auch die Pausen zwischen den Massagen erhöhen, jedoch nicht zu früh.

Deshalb bitte, wenn Sie sich für eine Massagetherapie entscheiden, sind Sie sich bewusst, dass der Therapeut kein „Wunderheiler“ ist und Ihnen in einer Stunde gleich alle Probleme Ihres Bewegungsapparats wegmassiert!

 

Sie sehen nun, auch bei einer „simplen“ Massage ist es wichtig, auf vermeintliche Nebensächlichkeiten zu achten. Sehen Sie genauer hin bei Ihrem nächsten Massage-Besuch, ob diese Punkte auch eingehalten werden. In meinem letzten Blogartikel finden Sie eine kostenlose Checkliste, die sehr nützlich sein kann.

Ihre Erfahrung wäre auch sehr interessant! Schreiben Sie doch diese in die Kommentare.

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