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Die Selbstmassage – Gründe, Utensilien, Ausführung

Ungefähr elf Stunden sitzt ein Erwachsener täglich inaktiv herum: Angefangen beim Frühstück, über die Arbeit im Büro, bis hin zu der Autofahrt nach Hause – das Resultat: Viel zu wenig Zeit, um die mangelnde Bewegung aufzuholen oder durch Übungen auszugleichen. Daraufhin verspannen Nacken und Schultern, sie tun weh und führen zu Kopfschmerzen. Kommen Haltungsschäden hinzu, wird der ganze Rücken in Mitleidenschaft gezogen.
Doch was tun, wenn in dem ohnehin schon stressigen Alltag einfach keine Zeit für eine intensive Behandlung bei dem Masseur Ihrer Wahl ist?

Zum Glück gibt es einige Techniken der Selbstmassage, die Ihnen helfen können, Schultern und Nacken aufzulockern und Schmerzen zu lindern. Hierzu muss gesagt werden, dass eine Selbstmassage nicht mit dem Behandlungsniveau eines Masseurs zu vergleichen und auf lange Sicht auch nicht so hilfreich ist; die Selbstmassage kann aber sehr gut angewendet werden, um leichte Verspannungen zu lösen, eingerostete Muskeln zu lockern und den Stoffwechsel anzuregen.

Die Selbstmassage kann entweder mit den bloßen Händen ausgeübt werden oder durch Hilfsmittel erleichtert werden.
Grundsätzlich kann man diese Utensilien in drei Rubriken unterteilen:

Massagestäbe sind besonders effektiv für Verspannungen im Nacken und Schulterbereich.
In diesem Bereich ist vor allem die MassageFee sehr empfehlenswert, weil sie nicht nur zur reinen Massage, sondern auch zum Ausstreichen von Verspannungen und zum Stretching benutzt werden kann und so dem Bewegungsdefizit entgegenwirkt.
Wie Sie eine MassageFee am besten benutzen, sehen Sie hier:
https://www.youtube.com/watch?v=TiyEXmc3ZkE
https://www.youtube.com/watch?v=kEbF_kTcKwk

Massagerollen sind das beste Utensil, um Verspannungen und Triggerpunkte in Ihren Beinen zu lösen. Welche Rolle für Sie die beste ist, wie man sie benutzt und warum sie überhaupt helfen, können Sie gerne noch mal in diesem Artikel nachlesen, in dem wir uns mit den Faszien befasst haben:
https://meinmasseur.ch/die-faszien-das-faszinierende-gewebe/

Massagebälle sind das Allround-Talent bei Massagegeräten. Sie sind günstig, leicht, klein und passen in jede Tasche. Sie können Verspannungen und Triggerpunkte in fast jedem Körperbereich lösen.
Besonders wichtig ist hierbei, dass der Ball rutschfest ist. Denn je nachdem, welche Körperpartie Sie massieren, wollen Sie vermeiden, dass der Ball verrutscht oder herunterfällt.
Anregungen zu Übungen mit dem Massageball finden Sie in diesem Video:
https://www.youtube.com/watch?v=SJSYSWk9jow

Bei allen Geräten gelten mehrere Regeln, wobei die erste immer sein muss, dass Sie auf Ihren Körper hören und Ihre Massage an seine Reaktionen anpassen. So ist es zum Beispiel normal, dass Sie beim Lösen von Verspannungen ein leicht unangenehmes Gefühl verspüren können, sollten Sie jedoch Schmerzen empfinden, sollten Sie die Massage abbrechen und einen Termin bei Ihrem Masseur ausmachen.
Außerdem sollten Sie beim Kauf eines Massagegeräts darauf achten, dass es Unterschiede zwischen weichen und harten Geräten gibt.
Weiche Utensilien geben grundsätzlich weniger Widerstand und sind deshalb besonders für Einsteiger, ältere oder schmerzempfindliche Personen geeignet, wohingegen härtere Utensilien für Sportler, sehr intensive Massagen oder zum Lockern von hartnäckigen Verspannungen in Frage kommen.
Außerdem sollten Sie vor jeder Selbstmassage tief ein- und ausatmen und einen empfindlichen Punkt in einem Muskel erfühlen. Sinn macht es, bei einem Muskel zu bleiben, wenn Sie mit ihm angefangen haben; wenn sie also mit dem Nacken anfangen, ist es ratsam, als nächstes die Schultern und Oberarme zu bearbeiten.

Falls Sie sich unsicher sind, ob und welches Gerät Sie anschaffen sollen, können Sie sich auch ohne Utensilien massieren.
Eine Selbstmassage könnte zum Beispiel so aussehen, dass Sie als erstes Ihre Nackenmuskulatur ausstreichen.
Starten Sie am Hinterkopf und lassen Sie Ihre Hände dann die Halswirbelsäule entlang bis zum Beginn der Brustwirbelsäule gleiten. Die gleiche Bewegung führen Sie an der seitlichen Nackenmuskulatur bis zu den Schultern aus, die Sie dann fest nach vorne ziehen. Legen Sie anschließend Ihre Handflächen auf die Schultern und pressen Sie mit den Fingerspitzen Schultergürtel und Nacken entlang. Folgen Sie dieser Linie nun noch einmal mit kreisenden massierenden Bewegungen Ihrer Hände und wiederholen Sie diesen Ablauf für etwa zwei Minuten.

Wenn Sie die richtige Haltung haben, sich genug bewegen, diese Massage ausüben, trotzdem noch unter Rückenschmerzen leiden und sich wundern, woher diese kommen können, finden Sie in meinem kostenlosen ebook „Schmerz lass nach“ weitere Informationen über den Aufbau unserer Rückenmuskulatur und über die verschiedenen Arten von Schmerzen, die auftreten können:

 

 

 

 

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